VORTRAG – Sören Kierkegaard

Die DENKFABRIK der Reformierten Kirche führt 2026 eine Vortragsreihe über WISSEN IN DER NEUZEIT durch (Flyer im Anhang). Nach Descartes, Kant und Hegel, geht es nun um den Vater des Existentialismus Sören Kierkegaard. Mit Hegel endete die Moderne. Er war der letzte Philosoph, der allein auf Grundlage der Vernunft die Welt erklärte. Was unter Postmoderne (Nach-Moderne) genau zu verstehen ist, bleibt bis heute offen. Was aber klar ist: von nun an wird die Leistungsfähigkeit der Vernunft kritisch betrachtet. Das tut auch der Däne Sören Kierkegaard. Für ihn gibt es keine rationalen Massstäbe, woran Wahrheit objektiv beurteilt werden könnte. Vielmehr ist der Mensch herausgefordert zu entscheiden, was er für wahr hält. Darum ist für Kierkegaard Subjektivität die Wahrheit. Damit meint er nicht, dass Wahrheit beliebig ist, sondern, dass sie vom Individuum verantwortet werden muss. Denn seit Descartes hatte sich der Mensch immer mehr aus der göttlichen Ordnung gelöst. Im Mittelalter hatten alle ihren festen Platz. Darum gab es bedeutend weniger zu entscheiden als heute, wo sich der Mensch ständig selbst begründen muss. Kierkegaard ist der erste Denker, der die Folgen der modernen Situation des Menschen für seine Psyche in der Tiefe begreift. Damit begründet er den Existentialismus und ist Vorreiter der modernen Psychologie.
MIT ANMELDUNG
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Freitag, 26. Juni, an:
